Die Eisenbahn, die bereits 1877 eingeweiht wurde, hatte stets eine große Bedeutung für die Entwicklung von Oxelösund. Aus einer kleinen Lotsen- und Fischer-Gemeinde hat sich Oxelösund zu einem modernen Industrieort von heute entwickelt, mit SSAB als dem größten Akteur und Nutzer der Eisenbahn und des Hafens.
Der Verein pflegt, bewahrt und präsentiert historische Eisenbahnfahrzeuge, Gegenstände und Erzählungen und verbindet die eisenbahnhistorische Umgebung mit dem heutigen kommerziellen Verkehr. Auf dem 350 Meter langen Gelände des Oxelösunds Eisenbahnmuseums, das im Juni 2022 eingeweiht wurde, gibt es viel zu sehen:
- Eisenbahnpark,
- Das Bahnwärterhaus, das als Ausstellungshalle mit Bildern, Gegenständen, Erzählungen und Eingang dient. Ein Bereich speziell für Kinder befindet sich im Bahnwärterhaus, wo man mit Modelleisenbahnen spielen und auf verschiedene Knöpfe drücken kann.
- Das Lokschuppen mit Dampfloks und anderen Fahrzeugen sowie Werkstatt
- Das Güterschuppen mit einer Fahrzeugausstellung im Freien
- Der Café-Wagen von 1929
- Ein Rangiergleis sowie eine Fahrzeughalle von 1000 m², in der unter anderem einzigartige Eisenbahnwagen zu sehen sind
Über das gesamte Museum sind Informationstafeln und Audioguiding verteilt, die Sie über die App Storyspot auf Ihrem eigenen Telefon anhören können.
Als Teil der Museumsaktivitäten werden Ausflüge mit Dampf- oder Elektrolok-gezogenen Zügen mit Wagen aus den 1930er und 1950er Jahren vor allem innerhalb Södermanlands und zu Orten entlang der Eisenbahnen hier unternommen.
FSVJ kooperiert mit mehreren Museen, Heimatvereinen und Unternehmen, damit die Erfahrung von Sörmland zu einem unvergesslichen Erlebnis wird!
Alle vom Verein angekündigten Reisen sind für jeden offen, unabhängig davon, ob Sie Mitglied sind oder nicht. Willkommen, um mit uns zu reisen oder uns zu besuchen!
Die grundlegende Ausrichtung von FSVJ für den Museumsbetrieb dreht sich um die Bedeutung der Eisenbahn für Oxelösunds Entwicklung vom kleinen Fischerdorf mit 1200 Einwohnern zu einem hochtechnologischen Industriestandort mit 15000 Einwohnern. Ab dem Bau der Eisenbahn entwickelte sich die Stadt langsam bis zur explosionsartigen Expansion in den 1950er/60er Jahren.
Neben der Geschichte von Oxelösund aus einer Eisenbahnperspektive möchte FSVJ die Entwicklungen, die auf den schwedischen Eisenbahnen stattgefunden haben, zeigen. Die Dampfloks mit ihren Eigenschaften, die Dieselloks, die sie ablösten, und die leistungsstarken Elektroloks, die die langen schweren Züge durch Land und Reich zogen. Auch die Entwicklung der Wagen nach den wachsenden Bedürfnissen und neuen Techniken wird dargestellt.
In den 1950er-60er Jahren kam die Elektrifizierung nach Oxelösund. TGOJ passte Fahrzeuge und Gebäude an, damit die neuen Eisenbahnfahrzeuge eingesetzt werden konnten. TGOJ baute während dieser Zeit neue Personen- und Erzbahnloks. Die älteren Personenwagen, die von Dampfloks gezogen wurden, mussten modernen Triebwagen Platz machen, bis auf einige Personenwagen, die heute als Museumsfahrzeuge in Grängesberg zu finden sind. Gleichzeitig wurde das Lokschuppen in Oxelösund umgebaut, damit die Elektroloks die Drehscheibe nutzen und im Lokschuppen untergestellt werden konnten. Heute hat das Lokschuppen dieses Aussehen und die Fahrleitung befindet sich noch über der funktionierenden Drehscheibe, etwas, das in Schweden heutzutage sehr selten zu sehen ist.
Als Museum verbindet FSVJ die verschiedenen Teile, die zeigen, wie die Eisenbahn im Großem und Ganzen der Startpunkt für die massive Entwicklung in der Stadt war. Der Verein hat heute die große Erzlok Ma 408 von 1958 mit zwei älteren Erzwagen. Der Schienenbus X21-9 war einer der Schienenbusse, die den Personenverkehr nach und von Oxelösund von Mitte der 50er Jahre bis zur Stilllegung 1985 übernommen haben. Das Lokschuppen, das heute das FSVJ-Museum ist, wurde in Etappen bis 1938 gebaut, aber Mitte der 1950er Jahre restauriert und für den Elektrodienst angepasst.